Einige Wochen nach einem Positive-Leadership-Training fragt antonia bei Katharina nach, einer Führungskraft: Was ist vom Training im Alltag angekommen — und was braucht noch einen Anstoß?
Vor ein paar Wochen hat Euer Positive-Leadership-Training stattgefunden. Heute geht es darum, was davon wirklich in Deinem Alltag angekommen ist. Was ist Dir am stärksten in Erinnerung geblieben?
Das PERMA-Lead-Modell.
Und ist davon schon etwas in Deinen Alltag gewandert — hast Du etwas ausprobiert?
Mmmh, ja, das mit der Umsetzung ist so ein Thema. 🙂 Ich habe im Jour fixe davon erzählt und um Feedback gebeten. Spannend war: Für die Mitarbeitenden war das Thema Beziehungen gar nicht so wichtig wie für mich. Ihnen ging es mehr um klare Ziele.
Interessant — was hat Dich daran überrascht?
Ich wollte an den Teambeziehungen arbeiten. Das Team wollte aber die Sinnhaftigkeit der Ziele diskutieren.
Und was hast Du daraus gemacht?
Wir starten mit der Sinnarbeit — ich glaube, das hilft dem Team, zusammenzuwachsen. Und es ist ok, wenn es manchmal hakt. Das ist wohl menschlich.
Eine reife Haltung: Reibung als normal akzeptieren, aber den gemeinsamen Sinn als Kitt nutzen. Wie steht es mit anderen Aspekten Eures Trainings — zum Beispiel den Einzelgesprächen?
Die führe ich im Juli und überlege, sie auf PERMA-Lead aufzubauen.
Hast Du dabei vor, die Stärken Deiner Mitarbeitenden in den Blick zu nehmen — oder liegt der Fokus erstmal auf den Zielen?
Ah, guter Punkt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht — was bringt das?
Wenn Du weißt, was jemandem Energie gibt — nicht nur, was er gut kann, sondern was ihn antreibt —, kannst Du Aufgaben anders verteilen und andere Fragen stellen. Nicht nur „Was haben wir erreicht?“, sondern „Was hat Dir dabei Freude gemacht?“
Sehr spannend — kannst Du mir mehr erzählen?
Der Kern: Eine Kompetenz ist etwas, das Du gut kannst — aber es muss Dir keine Energie geben. Eine Stärke ist etwas, das Dich antreibt, das Dir fehlt, wenn Du es nicht auslebst.
Großartig. Wer hat dieses PERMA eigentlich entwickelt? Ich werde immer nach Studien gefragt und habe keine.
PERMA kommt von Martin Seligman, einem Begründer der Positiven Psychologie. Für die Führungsanwendung gibt es Forschung von Markus Ebner, der das Modell empirisch für Führungskontexte weiterentwickelt hat — zu Fluktuation, Krankenständen, Burnout-Prävention. Sein Buch „Positive Leadership“ enthält die Belege.
Bevor wir abschließen — magst Du kurz zusammenfassen, was Du Dir konkret vornimmst?
Zielüberprüfung im Sinne von Accomplishment, echte Stärken statt Kompetenzen für gutes Engagement, Tür-zu-Tür-Gespräche für bessere Beziehungen, Sinn mit dem Team erarbeiten — und das Ganze mit einer positiven Grundhaltung, nachdem ich morgens mein Dankbarkeitstagebuch befüllt habe. Ich bin sehr begeistert.
Ein richtig rundes Bild — und die Eigeninitiative mit dem Dankbarkeitstagebuch zeigt, dass Du den Kern verstanden hast: Es fängt bei Dir selbst an. Zwei Empfehlungen für die Juli-Gespräche: Probier den 4-fach-Stärken-Check vorab an einer Person aus, die Du gut kennst — das gibt Dir ein Gefühl dafür, bevor Du es mit allen machst. Und für die Sinnarbeit im Team ist eine einfache Einstiegsfrage oft stärker als ein langer Workshop: „Wofür stehen wir als Team — was wäre anders, wenn wir nicht da wären?“
Du bist ganz schön hartnäckig mit dem Lerntransfer. 🙂
Das ist mein Job heute. 😄
Noch ein echtes Gespräch: der vollständige Dialog zur Workshop-Vorbereitung →
Ein Dialog sagt mehr als jede Beschreibung — und mehr als jedes Beispiel. Wir richten Ihnen einen Demo-Zugang ein: Sie sprechen mit antonia aus Sicht einer Führungskraft und sehen danach, wie ein Bericht entsteht.
Demo-Zugang anfragen